|
06.07.09 Mona Enzinger |
Während das Leben sich
verbesserte, wurden
|
|||||||||||||||
|
26.05.09 Mona Enzinger |
Ewig
drehen sich die Begehrenden und Begehrten: lauter Leerstellen – Kein Individium – nur Individuelle mit einer Illusion.,- |
|||||||||||||||
|
31.03.09 Mona Enzinger |
![]() CHRISTA MAYRHOFER, Acryl auf Leinwand, 2008 |
|||||||||||||||
|
13.01.09 Mona Enzinger |
|
|||||||||||||||
|
(Be-)Sinnliche Weihnachten und einen gesunden Start mit sonnigem Humor ins Jahr 2009 um die Aus- und Einblicke stets zu erweitern. Vielleicht gelingen uns dann positive revolutionäre Gedanken über ein gesellschaftlich orientiertes Verständnis. MONA ENZINGER |
||||||||||||||||
|
09.12.08 Mona Enzinger |
DEZEMBERSKIZZEN I „In manchen öden, düsteren Wochen kommt die Natur in ihrer Fruchtlosigkeit den Menschen in ihrer Dummheit nahe“. Schwer fällt der Aufstieg über die Rücken abgestandener Stunden. Die Nacht bricht an, mitten am Tag. Morgen und Abend haben ihre Fingerabdrücke getauscht. Keine Spur von beschwingten Tanzschritten, einem Schwingen, einem Springen in Richtung fliehende Wolken, wenn der Boden mit einemmal nachgibt und die Beine in der Luft Halt finden. II Immer ein Hoffnungsschimmer. Eine Tür, angelehnt, durch die ein Lichtstrahl fällt. Stimmen in einem anderen Zimmer. Stimmen in einer anderen Sprache, einer meergleichen. Ein langer Waldspaziergang, der den Ruß Finsterer Gedanken von einem schwemmt. Das Wärmerwerden: eine Überraschung im leeren Park – Ende März mitten im Dezember. Immer ein Hoffnungsschimmer. Schwarzweiße Zukunftsnegative umspulen, die vielleicht nie zu Fotos werden. III Die Katze streift langsam über die verschneite Wiese. Das Weiß ist weitläufig, mein Blick kann es kaum Ermessen, und um es zu Fuß zu durchqueren, braucht es den ganzen ungekürzten Dezember. IV Das Dunkel dauert immer noch an. Das dunkle Moll, das Regengarn, der Nebentunnel, die raffgierigen Wolken lauern aus nächster Nähe auf ihre Opfer in den Niederungen. Ich schreibe einen Brief an das Kind, das ich zurückließ. Doch es läßt nicht von mir ab, es streckt jeden Tag aus dem Dämmer seine Finger nach mir aus. Ich schreibe einen Brief an den jungen Mann, der irgendwo am am Wegrand sitzenblieb. Einem Erwachsenen Die Last seiner Fehler und Tugenden überließ. Alle drei lenken abwechselnd meine Hand. Das Dunkel dauert immer noch an. V Das leere Zimmer und das leere Blatt: Erfüllt von der gleichförmigen Brandung. VI Eine Glut umgibt die Wörter. Eine unsichtbare Wärme. Wenn ich sie in den Schnee lege, sinken sie zu Boden, legen ihr Ohr an die Erde und lauschen. So rufe ich den Frühling. UROS ZUPAN aus : Immer bleibt das Andere /Edition Lyrik Kabinett bei Hanser |
|||||||||||||||
|
08.12.08 Mona Enzinger |
![]() |
|||||||||||||||
|
01.12.08 Mona Enzinger |
Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf: Ihr Rezept heißt Leerverkauf. Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen - echt famos! Leichter noch bei solchen Taten tun sie sich mit Derivaten: Wenn Papier den Wert frisiert, wird die Wirkung potenziert. Wenn in Folge Banken krachen, haben Sparer nichts zu lachen, und die Hypothek aufs Haus heißt, Bewohner müssen raus. Trifft es hingegen große Banken, kommt die ganze Welt ins Wanken - auch die Spekulantenbrut zittert jetzt um Hab und Gut! Soll man das System gefährden? Da muss eingeschritten werden: Der Gewinn, der bleibt privat, die Verluste kauft der Staat. Dazu braucht der Staat Kredite, und das bringt erneut Profite, hat man doch in jenem Land die Regierung in der Hand. Für die Zechen dieser Frechen hat der Kleine Mann zu blechen und - das ist das Feine ja - nicht nur in Amerika! Und wenn Kurse wieder steigen, fängt von vorne an der Reigen - ist halt Umverteilung pur, stets in eine Richtung nur. Aber sollten sich die Massen das mal nimmer bieten lassen, ist der Ausweg längst bedacht: Dann wird bisschen Krieg gemacht. Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne". |
|||||||||||||||
|
03.11.08 Mona Enzinger |
![]() |
|||||||||||||||
|
10.10.08 Mona Enzinger |
![]() |
|||||||||||||||
|
14.07.08 Mona Enzinger |
Du hast nicht die Vorstellung, etwas zu
bewegen, aber du hast die Vorstellung, etwas auszulösen, wie der Tropfen Essenz, der das Wasser in der Tonne verändert. Nur die Feinsinnigen können es spüren. Johannes Jansen Aus: Halbschlaf /Tag Nacht Gedanken – edition suhrkamp Wenn DENKEN Farben klecksen könnte…… Manche Kunstproduktion ist noch lange nicht auf dem _Niveau der milliardenschweren Kunstkäufer und die Museenführung entblösst sich als leckgeschlagener Seelenverkäufer im Ozean des enthemmten Kapitalismus. ….. vielleicht entsteht ja gerade jetzt etwas ganz Neues?! |
|||||||||||||||
|
14.04.08 Mona Enzinger |
Weitsicht, Zuversicht und Übersicht für 2008 |
|||||||||||||||
|
21.12.07 Mona Enzinger |
Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der der Mensch wach werden soll zu sich selbst. Alfred Delp, (1907 - 1945 hingerichtet), deutscher Theologe, Mitglied des Kreisauer Kreises |
|||||||||||||||
|
27.09.07 Mona Enzinger |
Copyright Plattform:KUNST
2009
|
|||||||||||||||
|
27.09.07 Mona Enzinger |
|
|||||||||||||||
|
10.09.07 Mona Enzinger |
|
|||||||||||||||
|
02.07.07 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
06.06.07 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
11.05.07 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
04.04.07 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
06.02.07 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
08.02.07 Mona Enzinger |
|
|||||||||||||||
|
24.12.06 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
Dezember 2006 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
Oktober 2006 Mona Enzinger |
|
|||||||||||||||
|
July 2006 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
Mai 2006 Mona Enzinger |
„Kunst ist ein Mittel des
Fortschrittes“ Die Fähigkeiten des Individuums |
|||||||||||||||
|
Mai 2006 Mona Enzinger
|
|
|||||||||||||||
|
März 2006 Mona Enzinger
|
![]() |
|||||||||||||||
|
Februar 2006 Mona Enzinger |
Die Gier des Marktes spült Künstler an die
Oberfläche, von denen kein Mensch weiß, ob man sich in zwei Jahren
noch an den Namen erinnern kann. |
|||||||||||||||
|
September 2005 Mona Enzinger |
Dieser Sommer spielte nicht viele
"Sonnenstrahlen"; |
|||||||||||||||
|
Juni 2005 Mona Enzinger |
|
|||||||||||||||
|
Juni 2005 Mona Enzinger |
.".dass die Leute im allgemeinen viel mehr ahnen und
spüren, als sie zu formulieren vermöchten… und wenn dieses Erahnte, Gespürte formuliert vorläge, auch wüssten, was sie geahnt und gespürt hätten …. häufig aber gar nicht zu wissen wünschten, was sie sozusagen schon wüssten." (Gerhard Meier aus dem Roman "Der Besuch") Gerhard Meier sagt lieber Leute statt Menschen. Das Wort Menschheit kommt ihm nicht über die Lippen. Und wenn er zustimmend einen Satz von Malraux zitiert, wonach "die einzige Rechtfertigung der Kunst darin bestehe, den Menschen ihre verborgene Größe zu zeigen". Unserem Kunstbetrieb tut es gut, wenn er Anstöße zum Nachdenken empfängt, da sonst sein Selbstverständnis zur Selbstverständlichkeit verkümmern würde. Es gibt keine erprobten, gleichmäßig gültigen und überall anwendbaren Kriterien. Es gibt eine gesellschaftliche Übereinkunft mit „allgemeiner Zustimmung“. „Erfolg haben, anerkannt werden ist etwas Schönes…. Besser ist es, still zu schaffen, unbekümmert um eine Wirkung nach außen, zu lernen, weiterzuschaffen ohne zu resignieren, Kraft schöpfend aus der Wahrhaftigkeit seiner Arbeit gegenüber und aus der Genugtuung, dass man das, was man meint unbedingt tun zu müssen, auch wirklich tut. Zeitgenössische Kunst macht gelegentlich etwas begreifbar, dass nicht ohne weiteres begriffen wird, darum kommt sie einigen unbegreiflich vor. |
|||||||||||||||
|
April 2005 Mona Enzinger |
Beobachte und sichte die Welt Max Scheler hat einmal gemeint, Bescheidenheit sei ein Wettlauf zwischen Eitelkeit und Scham, bei welchem die Scham siege. Unter den Stillen im Lande gibt es viele Beschämte, die es mit der Unverschämtheit der Welt nicht mehr aufnehmen wollen. Täuschen wir uns nicht, man kann sich auch aus Eigenliebe und aus Stolz zurückziehen um unbehelligt zu bleiben. Wer sich einschränkt, den Umgang mit andern sich versagt, vor Geschäftigkeit und Betriebsamkeit flüchtet, schweigsam wird im allgemeinen Gerede, ist keineswegs immer von Bescheidenheit und vornehmer Zurückhaltung. Die Stillen aus besserer Einsicht ziehen aus ihrer Weltflucht und ihrer Abgeschiedenheit allerlei Gewinn. Unter den Stillen im Lande sind vermutlich die konsequenten Selbstsucher, die unerbittlichen Verweigerer, vielleicht aber auch die listigen Weisen zu finden. CLEO CESARE "Wenn wir von Scham und Stolz Reingewaschen unsere Worte. Wenn uns im Sonnenlicht gelingt Der Schritt, den man im Schlaf erträumt." (Franco Fortini) |
|||||||||||||||
|
April 2005 |
Das neue Programm der Salzburger Festspiele 2005 ist
da. Lauter Treibende - im eigenen Saft. Sprachlos Getriebene. In getrennten Welten. Nur die öffentliche Subvention und die Sponsoren hält sie alle noch zusammen. Da passt aus dem Buch "DIVA" von Brigitte Kronauer dieser Satz für Rabl-Stadler, Flimm & Co.: “Sie stoßen also, reden wir nicht drumherum, auf Ablehnung. Würfel gefallen. Prüfung nicht bestanden, noch bevor sie den Mund aufgetan haben. ...Sie werden die Kluft zu den Zuhörern nicht überspringen. Mit feiner und gemischter Nase haben die erschnüffelt, dass es zwischen ihren eigenen Gemütern und Gehirnen und Ihren Zumutungen andererseits keine Verbindung gibt..“ Und: Das finanzielle Desaster folgt meist erst mit einigen Jahren Verspätung. |
|||||||||||||||
|
Oktober 2004 |
![]() EINSAMER WEG
|
|||||||||||||||
|
September 2004 Mona Enzinger |
Für wen ist das neue Festspielprogramm
Salzburg
2004 eigentlich interessant? Wichtig und PR-trächtig sind und waren
doch nur die RUND-HERUM-Inszenierungen für die Spektakelgesellschaft
und Medienlandschaft . Die "Entführung aus dem Serail" aus dem letzten
Festspielsommer kommt als "Neueinstudierung" - an den Dialogen soll
gearbeitet werden. Dazu fällt mir nur Folgendes ein: |
|||||||||||||||
|
(Mona Enzinger, im November 2003) |
||||||||||||||||
|
September 2003 Mona Enzinger |
MONA ENZINGER „Ich glaube nicht, dass es irgendeinen Denkvorgang gibt, der ohne persönliche Erfahrung möglich ist“. Hannah Arendt / 1964 Die Veränderung vollzog sich innerhalb eines Sommers. (kompletter Text) |
|||||||||||||||
|
Mai 2003 Mona Enzinger |
Die Girlande der Dummheit und Arroganz unserer
Gesellschaft habe ich überwunden..... Ich will
nichts mehr hören von unserem Politiker/Beamtensumpf, unseren vermoderten
Gesellschaftsschubladen jeder will ALLES und dafür für NICHTS
verantwortlich/tätig sein. ich glaube nur mehr an mich und die Richtigkeit
meiner Grundsätze. Ein Gesunder will sich nicht mit Bazillen anstecken lassen -
ich atme den gedanklichen Pesthauch der o.a. nicht mehr ein ..................
ich versuche ein aufrichtiges (Geistes-)Leben zu führen - mit kleinen Ausflügen
in die KONSUMWELT und großen in die LITERATUR/MUSIK. Jeder Mensch kann
versuchen, die Welt in seinem Umkreis zu verbessern. Die Welt wird sein, wie wir
sie haben wollen - drum mach, was Herz und Verstand dir befiehlt. Nur wer es
fertig gebracht hat, sich von den Menschen abzusondern und als einzelner Mensch
zu existieren, um sich erst dann zwei, drei, zehn Bekenner/Freunde zu gewinnen,
nur der lebt für mich in zulässiger Weise. Jahrelang mühen sich viele ab JEMAND
zu sein - und was sind sie geworden: ge"BRAND"te Kopien. (BRAND, engl. = Marke ) |
|||||||||||||||
|
Januar 2003 Mona Enzinger |
In unseren traurigen Zeiten der gegenseitigen Verkonsumierung gibt es kaum mehr sensible Gesprächskompetenz. Mein Wunsch, und nicht nur zu Weihnachten, wären geisteserotische Vergnügen! Der Abgrund zwischen den aufgeblasenen Worten und dem Denken ist mittlerweile einfach zu tief. "Ich denke ja gar nichts", sagt Caroline in der 52. Szene ihres Stücks Glaube/Liebe/Hoffnung von Ö. v. Horvath, "ich sage es ja nur". Es gilt nur mehr das hochgemotzte Wort. Man will nur mehr Aktionen die richtig reinknallen, um dem Meistmenschen seine Wortlosigkeit zu vertuschen, ihm aber durch Konsum, den er unter Einsatz seiner gesamten finanziellen Mitteln aufbringt, einen vermeintlichen Selbstwert vorzuspiegeln. Wenn jemand erhabene Worte benutzt, ist er edel; benutzt er kräftige, ist er stark; ordinäre - ordinär. Und diese stumpfsinnige Wortwörtlichkeit grassiert in allen gesellschaftlichen Kreisen. Der Mensch sollte etwas besitzen, das mit Gold und Geld nicht aufzuwiegen ist: Den Willen zur Wirklichkeit als Ausdruck des Menschen in seiner Einzahl. In unserer Verlogenheit wird Stil durch Markennamen geformt und der Glaube an sich selbst, den man zum Leben braucht, wird schon in frühester Jugend rücksichtslos bekämpft, "glauben" darf man nur an Götter, Kirchen, Parteien und Clubs. Die ungeheuere Macht der anonymen, sog. Gesellschaft, die Eigengesetzlichkeit der Sozialität, läßt sich vom Menschen nicht ändern. Man kann sich aber selbst über den vorgegeben gesellschaftlichen Rahmen hinausentwickeln, den fundamentalistische Gesetze uns vorgeben. Mister Peachum in Brechts Dreigroschenoper klagte bekanntlich: "Ein guter Mensch sein, ja, wer wärs nicht gern? ...doch die Verhältnisse, sie sind nicht so." Die Verhältnisse werden sich uns nicht anpasssen, aber jeder von uns selbst hat die Möglichkeit ZU SUCHEN, ZU WÄHLEN, ZU VERPASSEN und sich SELBST zu entdecken. Einige leben auf einer Insel des Luxus, umgeben vom Ozean des Elends und trotzdem sind diese Menschen auf ihrer Insel unzufrieden. Worte über Frieden, Versöhnung, Koexistenz klingen dort wie die Lebenszeichen aus einem Schiff, das schon gesunken ist. Die Angst greift die Seelen der Menschen nicht weniger an, als Sprengstoff die Körper. Und bei den Anderen ist die Verzweiflung so groß, dass sie sich durch das, was sie für ihren Glauben halten verleiten lassen, den Ausweg im gegenseitigen Umbringen zu sehen. Und welches Problem beschäftigt Sie? |
|||||||||||||||
|
November 2002 Mona Enzinger |
GEWINN DER EIGENTLICHKEIT
Die einzig lohnende Branche ist
heute die Wirtschaftskriminalität, weil hier das Verhältnis
zwischen möglichem Ertrag und Risiko viel besser ist (Hans-Magnus-Enzenberger).
Was in Paris, Peking, Tokio oder New York,
letztlich fast überall auf dieser Welt fehlt, kann nicht mit Geld
gekauft oder "übertüncht" werden: Geistige Größe,
Courage und Edelmut. Fließt der Geldstrom, fällt der Mangel an Ideen im Nebel einer
Moral, die gegenseitige Wertschätzung und Rücksichtnahme vorgibt
aber konkret Intoleranz, Machthierarchien und Rücksichtslosigkeit
erleben läßt, nicht auf. Auch ein New York, die frühere
Hauptstadt des Utopischen, zeigt exemplarisch, wie man so vernarrt
in die Gegenwart sein kann, dass die darin lebenden Personen keinen
Begriff von ihrer Zukunft zu entwickeln vermögen. So ergeht es eben einer Gesellschaft, die über ihre wichtigsten
Angelegenheiten nicht mehr selbst diskutieren und entscheiden kann:
Sie fällt in die Hände von Populisten und machtgierigen Politikern
mit ihren wissenschaftlichen Beratern und Agenten, wobei diese nicht
aus Überzeugung oder aus ihrem Wissen heraus handeln, sondern
vordergründig plausible Argumente nach dem Willen ihrer Herren
liefern. Das Resultat sind verharmloste Giftskandale oder
Perspektiven für Arbeitsplätze, die es in Zukunft nicht wirklich
geben kann. Politik wird erst von den Politikern zum schmutzigen Geschäft
gemacht. Václav Havel sagte vor elf Jahren, Politik sei ein Bereich
menschlicher Aktivität, der "erhöhte Ansprüche an das
moralische Gespür stellt, an die Fähigkeit zu kritischer
Selbstbetrachtung, an eine wirkliche Verantwortlichkeit, an
Geschmack und Takt. An der Fähigkeit, sich in die Seele anderer
hineinzuleben, an den Sinn für Maß und Demut. Sie ist eine
Beschäftigung für besonders bescheidene Menschen...". Wie
würde Politik aussehen, wenn alle Politiker diese Rede
verinnerlicht hätten? Die nüchterne Realität ist anders. Sie
sehen es offensichtlich als ihre Hauptaufgabe, sich gegenseitig
falsche Wahlversprechungen vorzuwerfen und muten uns ständig das
immer gleiche und mittlerweile von vielen durchschaubare Muster
politischer Lügen zu. Ist es Toleranz oder Gleichgültigkeit, wenn wir vieles schlucken
und vergessen, was uns die hohe Politik so auftischt? Wird es nicht
langsam Zeit, unserer Sensibilität für die Wünsche, wie das
Miteinander zu gestalten ist, zu formulieren? Wir sollten uns
erinnern: In der Demokratie legimitiert der Bürger den Politiker.
Und es gilt, nicht zu akzeptieren, dass er vor der Wahl den ersten
Diener des Volks mimt und nach der Wahl zum feudalen Herrscher
desselben mutiert. Machen wir uns die richtigen Werte zu eigen. Was halten Sie von Menschlichkeit? Dem Namen nach, solle sie ja
irgend etwas mit Menschen zu tun haben. Wenn wir uns in unserer
Fantasie vorstellen können, dass ein Miteinander möglich ist,
warum handeln wir nicht danach? Fragen wir nach dem wie, dann wird
es wohl schon schwieriger. Allerdings gibt es gute Beispiele. Die
findet man dann oft bei den "kleinen" Leuten, den
Unscheinbaren. Sie sind meistens fröhlicher und zufriedener, zeigen
Mitgefühl, Sinn für Menschlichkeit. Ein Ansatz?
|
|||||||||||||||
|
July 2002 Mona Enzinger |
MIR geht nichts über MICH..............
|
|||||||||||||||
|
Juni
2002 Mona Enzinger |
ART 33/BASEL 2002 Es scheint, als habe Eugène Guillevic in "Gedichte" bereits 1971 die Leistung der Art Basel von 2002 vorweg beschrieben. Hat er damals die Entwicklung der Kunst schon erahnt? Schön, wie er die dort gezeigten Werte in Worte fasst - oder?
|
|||||||||||||||
|
Mai 2002 Mona Enzinger |
KARMIN - Luxusfarbe aus Läusen für Jedermann
Wir sehen Farbe fast nie als das, was sie ist. Farbe ist deshalb ein relatives Medium der Kunst. Es gibt 105 Bezeichnungen für Rot.
|
|||||||||||||||
|
April 2002 Erwin Chargaff |
Was ist also verschwunden, und ich weiß nicht einmal, ob es es gegeben hat? Der Glaube an die Ehrfurcht vor der Menschlichkeit des Menschen, die Überzeugung von der Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit des einzelnen. Unsere Zeit hat es geschehen lassen, daß der Mensch zum Fetzen erniedrigt wurde, zu einer Konsumware, " The cheapest of all Big Macs"
|
|||||||||||||||
|
10. August 2001 Mona Enzinger |
Die mächtigen stimmen (szeemann &co..) allein,
die auf der biennale versuchen zu uns (-herab-?) zu
sprechen, erschweren mit jedem wort den zugang zur
wahrheit..... erst wenn die schwachen sich mit ihnen mischen, in der summe mit allen stummen und sammlern, wird hörbar, was jedem einleuchtet.
|
|||||||||||||||
|
06. Juli 2001 Mona Enzinger |
die bäume haben verstanden. sie malen mit grünen
pinseln den gruss zurück in die bläue
|
|||||||||||||||
|
22. Juni 2001 Hegel |
Dieses Verlorensein seines Bewußtsein in dem anderen,
dieser Schein der Uneigennützigkeit und
Selbstlosigkeit, durch welchen sich das Objekt erst wiederfindet und zum
Selbst wird, diese Vergessenheit seiner, so daß
der Liebende nicht für sich existiert, nicht für sich selbst
besorgt ist, sondern die Wurzeln seines Daseins in einem anderen findet
und doch in diesem gerade ganz sich selbst
genießt, macht die Unendlichkeit der Liebe aus.
|
|||||||||||||||
|
15. Juni 2001 Rainer Malkowski |
Forte dei Marmi
Jetzt, sechs Uhr früh,
|
|||||||||||||||
|
21. Mai 2001 Gerhard Amanshauser |
In der Unanständigkeit liegt ein besonderer Reiz der
menschlichen Erotik. Wer sie leugnet, der
zerstört auch die Scham, und damit geht ein weiterer
Reiz verloren. Um die Unanständigkeit zu kompensieren, hat sich der
menschliche Anstand herausgebildet. Er führt, angesichts der Scham, zu einem skurrilen, oft reich ausgestalteten Tanz; der rings um die "SACHE" ausgeführt wird. Dieser Tanz ist einerseits komisch oder lächerlich, andererseits führt er zu den schönsten Ausprägungen menschlicher Erotik.
|
|||||||||||||||
|
03. Mai 2001 Eugenio Montale |
Es hat nichts zu tun mit der Zeit, es ist etwas das
sagt und heißt uns sagen: hier sind wir, ein
Wunder unwiederholbar. Dem gegenüber ist die
Jugend der abscheulichste Trug.
Non ha nulla a che fare col tempo, è qualcosa che dice che ci fa dire siamo qui, è un miracolo che non si può ripetere. Al confronto la gioventù è il più vile degli'inganni.
|
|||||||||||||||
|
17. April 2001 Emily Dickinson |
Ein leichter Frühlingswahn tut sogar dem König selber gut, Doch Gott gewährt dem Clown, Die ungeheuren Szenerien, Das ganze Probespiel im Grün Als eignes Werk zu schaun! A little Madness in the Spring Is wholesome even for the King, But God be with the Clown - Who ponders this tremendous scene - This whole Experiment of Green As if it were his own! |
|||||||||||||||
|
12. Januar 2001 |
Wir haben genug vom wilden Künstler - der
inzwischen zu einem der gängigen, dem Selbstschutz dienenden Mythen
unserer Gesellschaft geworden ist: Wilde Kunst ist zwangsläufig
irrelevant. Wir bedürfen einer viel größeren Infusion von Bewußtsein
in das, was wir das Schöpferische nennen.
|
|||||||||||||||
|
01. Januar 2001 Mona Enzinger |
.... hat der Geist sich lange genug
genährt, kann er schöpferisch tätig werden ...
|
|||||||||||||||
|
26. Oktober 2000 Mona Enzinger |
......
es geht nicht darum sich voranzubringen, sondern sich
selbst näherzubringen und zu unseren eigenen
Zwecken dienstbar zu machen. Jede Enttäuschung als
optimistischen Neubeginn zu sehen und dadurch eine
scharfsinnigere Sicht der Welt zu bekommen...................wer
denkt überspringt die Sphäre der
arroganten Gesellschaft genauso wie die des akademischen Spießertums. Mein neuester Modetipp: Schutzmantel der Erkenntnisse
|
|||||||||||||||
| 28. August 2000 |
TRANSPARENZ - AUF DIE SPITZE GETRIEBEN Die Spezialisten der römischen Alta Moda versuchen mit allen Mitteln, ihre facettenreiche Wintermode 2000/2001 ins Gespräch zu bringen. Die Spezialisten der deutschen CDU versuchen mit allen Mitteln, ihre facettenreiche Spendenverwaltung 1983/2000 zu vertuschen. (frei nach Süddeutsche Zeitung Sa./So. 26./27.08.00) |
|||||||||||||||
|
08. August 2000 C. W. Aigner, 2000 |
Kreislauf Das was Kunst genannt wird, ist also nicht am Ende, sondern wird, wie seit tausend Jahren, wieder Neues schaffen, das schon da gewesenes ist (was sich im Kreis bewegt, geht gleichzeitig vorwärts und zurück): wenn nämlich Museen mit Museen vollgestopft sind und man draufkommt, dass das modernste und bewährteste Museum der Welt die Welt selbst ist.
|
|||||||||||||||
|
14. Juli 2000 Mona Enzinger |
Com.Postmoderne Nach all den merkwürdigen Sammelbezeich- nungen der jüngsten hundert Jahre zwischen der so genannten Moderne und der so genannten Postmoderne (Impressionismus, Neoimpres- sionismus, Kubismus, Dada, Surrealismus...Pop Art, Minimal Art ...) wäre es folgerichtig, denn was sonst könnte die Postmoderne ablösen: eine Kompostmoderne, COM.POSTMODERNE. Wonach wir wieder im natürlichen Kreislauf gelandet wären. Man muss keinen Niedergang konstatieren, denn es gibt trotz all der herrschenden Beliebigkeit immer wieder beglückende Leistungen, kann aber Auflösungserscheinungen bemerken. Das mag nicht unbedingt nachteilig sein, denn auch der Kompost bietet bei Zerfall und Gärung neuem Leben Nahrung.
|
|||||||||||||||
|
30. Juni 2000 Michel Houellebecq, 1995 |
Die Kunst als Enthäutung
...Man
bedauert Josef Beuys mit seinen von Großzügigkeit zeugenden
Arbeiten. Nichtsdestotrotz ist das Zeugnis, das hier (Anm.: eine
Veranstaltung der Kunsthochschule Avignon) über unsere Zeit abgelegt
wird, von fast unerträglicher Präzision. Den ganzen Abend dachte ich
darüber nach, ohne um folgende Feststellung herumzukommen: Die
Gegenwartskunst deprimiert mich zwar, aber mir ist klar, dass sie der
bei weitem beste Kommentar jüngeren Datums zur Lage der Dinge ist.
Ich träumte von Mülltüten, aus denen Kaffeefilter, Obst- und
Gemüseschalen, Fleisch mit Soße quollen. Ich dachte an die Kunst als
eine Enthäutung, an die Fleischstücke, die an der Haut kleben
bleiben.
|
|||||||||||||||
|
März 1999 Mona Enzinger |
Der Kunstführerschein Es gilt, Kunst und Leben aneinander anzunähern. Die Kunst ermöglicht eine Art der Kommunikation, wie sie für unsere Gesellschaft einmalig ist. Sie öffnet uns neue Denkräume und Wahrnehmungsmöglichkeiten. Der Kunstführerschein postuliert vier Thesen zur sozialen Bedeutung der Kunst. Eine Diskussions-Plattform soll dieses Thema weiter ausführen...(mehr) |